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HTTPEnablePostDataLogging

Parameter: HTTPEnablePostDataLogging
Kurzbeschreibung: Erweitert das HTTP-Request-Logging um die im POST-Body eingehenden Daten. Wirkt zusätzlich zu HTTPEnableThreadDebug. Nur für Troubleshooting.

Steckbrief

Parameter
HTTPEnablePostDataLogging
Komponente
Server (HTTP-Task)
Kategorie
Logging / Debug
Verfügbar seit
9.0.x (gemäß KB0032210)
Default
0 (deaktiviert)
Werte
0 aus, 1 ein
Wirkt mit
HTTPEnableThreadDebug=1
Konsole
tell http debug postdata on \| off
Speicherort
htthr_*.log in IBM_TECHNICAL_SUPPORT

Beschreibung

Das Standard-Thread-Logging des Domino-HTTP-Tasks (HTTPEnableThreadDebug=1) protokolliert pro HTTP-Request die Request-Header und die Response-Header. Die eigentlichen Request-Bodies – also der Inhalt von POST-Requests, etwa Formulardaten oder JSON-Payloads – werden nicht geschrieben.
Mit HTTPEnablePostDataLogging=1 werden zusätzlich die eingehenden POST-Bodies in die htthr_*.log-Dateien aufgenommen. Das ist hilfreich bei der Analyse von Problemen, die nur bei bestimmten Eingabedaten auftreten (Validierungs-Fehler, Encoding, Cross-Site-/Injection-Verdacht, Servlet-Bugs, fehlerhafte Form-Submissions).

Aktivierung

Statisch über notes.ini (wirkt ab dem nächsten HTTP-Start):
HTTPEnableThreadDebug=1 HTTPEnablePostDataLogging=1
Dynamisch über die Server-Konsole, ohne Neustart:
tell http debug thread on tell http debug postdata on
Deaktivieren mit:
tell http debug postdata off

Wichtige Hinweise

  • Sensible Daten – POST-Bodies enthalten oft Passwörter, API-Keys, Session-Tokens, Personenbezogene Daten oder andere vertrauliche Informationen. Aktivieren Sie das Logging nur für eine gezielte Reproduktion und löschen Sie die Logs nach der Analyse.
  • Plattenplatz – Da Bodies beliebig groß werden können (z. B. Datei-Uploads), wächst die Log-Datei sehr schnell. HCL warnt in KB0032210 ausdrücklich davor, das Logging dauerhaft aktiv zu lassen.
  • Abhängigkeit – Der Parameter wirkt sinnvoll nur in Kombination mit HTTPEnableThreadDebug=1, da das Thread-Log die Datei überhaupt erst erzeugt.
  • Pendant für Antworten – Soll auch der Server-Response-Body geloggt werden, ist zusätzlich HTTPEnableResponseContentLogging=1 einzuschalten. Das vergrößert die Logs erneut deutlich.
  • Nutzung nach Troubleshooting – HCL empfiehlt explizit, das HTTP-Request-Logging nur unter Anleitung des Supports zu nutzen und nach Abschluss der Analyse wieder auszuschalten.

Quellen (HCL Product Documentation)