DAOSBasePath

DAOSBasePath legt fest, in welchem Verzeichnis Domino die deduplizierten Anhänge des DAOS-Repositorys (NLO-Dateien) ablegt. Der Parameter ist die notes.ini-Entsprechung des Felds „DAOS base path“ im Server-Dokument (Reiter „DAOS“).

Steckbrief

Parameter
DAOSBasePath
Komponente
Server
Kategorie
DAOS
Verfügbar seit
Domino 8.5; aktuell dokumentiert in HCL Domino 9.0.x–14.5.1
Wertformat
Pfad-String (relativ oder absolut)
GUI-Entsprechung
Server-Dokument → „DAOS“ → „DAOS base path“

Beschreibung

DAOSBasePath ist das Wurzelverzeichnis des DAOS-Repositorys. Unterhalb davon legt Domino eine zweistufige Hash-Verzeichnisstruktur an, in der die einzelnen NLO-Dateien sowie der Katalog (daoscat.nsf, daos.cfg) abgelegt werden.
Der Pfad kann auf zwei Arten angegeben werden:
  • Relativ zum Domino-Datenverzeichnis, z. B. DAOS. Domino legt das Repository dann unter <Data>\DAOS (Windows) bzw. <Data>/DAOS (Linux/AIX) an.
  • Absolut, z. B. D:\DAOS (Windows), /local/daos (Linux), /var/domino/daos (Linux). Empfohlen, sobald das DAOS-Repository auf ein eigenes Volume gelegt werden soll.

Best Practice

Laut HCL KB0079120 sollte das DAOS-Verzeichnis:
  • auf einem eigenen Volume liegen (getrennt vom Daten- und vom Translog-Volume),
  • aus dem OS-Antivirus-Scan ausgenommen sein,
  • in der Backup-Strategie beachtet werden (zusammen mit Translog).

AIX/Linux: nicht am Root

KB0079120 weist explizit darauf hin, dass das DAOS-Verzeichnis auf AIX/Linux nicht direkt am Wurzel-Volume liegen darf:
  • Nicht empfohlen: DAOSBasePath=/daos/xxxxx
  • Empfohlen: DAOSBasePath=/<directory>/daos/xxxxx
Grund ist, dass das Wurzel-Volume bei Vollwerden des DAOS-Verzeichnisses sonst gefährdet ist und das System destabilisieren kann.

Beispiele

Windows-Server, DAOS auf eigenem Volume:
DAOSEnable=1 DAOSBasePath=D:\DAOS DAOSMinObjSize=4096 DAOSDeferredDeleteInterval=30
Linux-Server, DAOS unterhalb eines bewussten Anwendungsverzeichnisses:
DAOSEnable=1 DAOSBasePath=/local/domino/daos DAOSMinObjSize=4096 DAOSDeferredDeleteInterval=30
Klein-Server mit Default-Layout (relativer Pfad zum Datenverzeichnis):
DAOSEnable=1 DAOSBasePath=DAOS DAOSMinObjSize=4096 DAOSDeferredDeleteInterval=30

Hinweise

  • Erst nach Server-Restart wirksam – Änderungen am DAOSBasePath erfordern einen vollständigen Server-Stop inkl. aller laufenden Domino-API-Prozesse (compact, resync, backup, ...).
  • Zugriffsrechte beachten – Der Domino-Service-Account braucht volle Lese-, Schreib- und Anlege-Rechte auf das angegebene Verzeichnis.
  • Pfad-Wechsel – Beim Verschieben des DAOS-Repositorys nicht nur DAOSBasePath ändern; das gesamte Verzeichnis inkl. daoscat.nsf muss konsistent verschoben werden, anschließend tell daosmgr resync ausführen.
  • BegleitparameterDAOSEnable, DAOSMinObjSize, DAOSDeferredDeleteInterval, DAOS_ENCRYPT_NLO, DAOS_LOAD, DAOSCatalogState.

Quellen (HCL Product Documentation)