Ungelesene Markierungen im Kontext der Client Replikation

Notes Anwender – welche mindestens zwei Notes Clients verwenden – werden das Problem kennen: Die ungelesenen Markierungen werden zwischen den Repliken nicht oder nicht zuverlässig ausgetauscht. So bleiben die schon auf dem stationären PC gelesenen Dokumente auf dem Notebook ungelesen – und das trotz mehrfacher, vollständig durchgeführter Replikation.

Hintergrund
Ausführliche Hintergrundinformationen finden Sie in der IBM Lotus Knowledgebase (Dokument Nr. #1093302 – Unread Marks Are Not Exchanged During Replication). Da die Ausführungen recht umfangreich sind, werde ich diese hier nicht wiederholen.

Abhilfe
Sie können in der Datei NOTES.INI des Clients den Parameter

REPLICATOR_SYNC_UNREAD=X

hinzufügen. Der Wert ‚X‘ ist in Stunden definiert und sollte dem eigentlichen Replikationsintervall möglichst nahe kommen. Grundsätzlich ist man mit 1 Stunde (REPLICATOR_SYNC_UNREAD=1) immer auf der sicheren Seite.

Hinweise

  • Nach meinen Beobachtungen funktioniert der Austausch der ungelesenen Markierungen mit der Verwendung dieses Parameters wirklich zuverlässig.Bei einigen wenigen Datenbanken musste ich allerdings den Gleichstand der ungelesenen Markierungen (z.B. Menü ‚Edit‘ -> ‚Unread Marks‘ -> ‚Mark All Read‘) einmalig manuell herbeiführen. Danach funktionierte der Abgleich während der Replikation zuverlässig.
  • In der IBM Lotus Knowledgebase wird deutlich darauf hingewiesen, dass der Einsatz dieses Parameters (die ungelesenen Markierungen werden dann offensichtlich quasi zusammen mit den Nutzdaten repliziert) die Server Performance negativ beeinflussen kann.Diese Aussage ist natürlich relativ – bei einer grossen Anzahl von betroffenen Clients sollte der Administrator diesen Aspekt natürlich genauer betrachten.

Notes/Domino Version: 5.x, 6.x