Probleme bei der Server-Replikation beheben

Es gibt sicherlich viele Faktoren, die eine erfolgreiche Replikation verhindern können. Die folgenden Fragestellungen helfen Ihnen, die Ursache einzugrenzen.

Zu überprüfende Faktoren

  • Werden (z.B. an der Serverkonsole) während der Replikation Fehlermeldungen angezeigt?
  • Schauen Sie sich die relevanten Dokumente in der Datenbank LOG.NSF an. Finden Sie hier Fehlermeldungen?
  • Stellen Sie sicher, dass die Replikation für die betroffenen Datenbanken aktiviert ist (Menü: ‚File‘ -> ‚Replication‘ -> ‚Settings‘ -> Register ‚Basic‘ und Register ‚Other‘)
  • Wurde auf dem Server vor kurzem ein Update durchgeführt oder etwas an der Umgebung (Netzwerk etc.) verändert?
  • Erscheinen die Namen der beteiligten Server in der vollständigen, hierarchischen Form:
    – in der Ansicht Replizierereignisse in der LOG.NSF?
    – in den Verbindungsdokumenten?
    – bei den ggf. verwendeten Konsolenbefehlen?
  • Sind die Server-/Systemzeiten der beteiligten Server gleich und richtig?
  • Gibt es Verbindungsdokumente, die bzgl. ihres Zeitplans die „Mitternachtsgrenze“ überschreiten?
    (Zulässig wäre maximal: 00:00 – 23:59)
  • Existieren zu viele, möglicherweise widersprüchliche Verbindungsdokumente?
  • Wenn das Replizierproblem eine bestimmte Gruppe von Dokumenten betrifft, können Sie Gemeinsamkeiten (z.B. den Einsatz von Leserfeldern) bei diesen Dokumenten erkennen?
  • Überprüfen Sie das ‚Cutoff Date‘
    Menü: ‚File‘ -> ‚Replication‘ -> ‚Settings‘ -> Register ‚Other‘ – hier die Felder ‚Only replicate incomming documents saved or modified after‘ und ‚CD-ROM publishing date‘. Prüfen Sie diese Felder auf „unsinnige“ oder weit in der Zukunft liegende Zeitangaben. Löschen Sie ggf. die Inhalte dieser Felder.
  • Überprüfen Sie die ‚Replication History‘
    Menü: ‚File‘ -> ‚Replication‘ -> ‚History‘. Wenn Sie hier in der Zukunft liegende Zeitangaben finden, löschen Sie alle Zeitangaben durch die Schaltfläche ‚Clear all‘.
  • Überprüfen Sie die ACLs der beteiligten Datenbanken. Haben die Server gegenseitig ausreichenden Zugriff?
  • Überprüfen Sie die Dateinamen der beteiligten Datenbanken. Kommen hier Leerzeichen mehrfach hintereinander vor?
  • Arbeiten die beteiligten Server im Cluster? Lesen Sie hierzu die entsprechenden Angaben in der Administrationshilfe-DB bzgl. den Besonderheiten der Cluster-Replikation.
  • Sind ‚Soft Deletions‘ (Wiederherstellbare Löschungen) für die beteiligten Datenbanken aktiviert? Lesen Sie hierzu den Artikel #1091152, „Setup and Use of Soft Deletions in Notes/Domino 5.x“ in der IBM Knowledgebase.
  • Sind ggf. ‚Quotas‘ (Grössenbeschränkungen) für die beteiligten Datenbanken definiert?
  • Konsultieren Sie ggf. den/die Datenbankentwickler um sicherzustellen, dass die Replizierprobleme nicht durch eine Designänderung (z.B. den Einsatz von Leserfeldern) verursacht werden.


Zusätzlicher Hinweis
Um eine Liste der replizierten Dokumente sortiert dach der NotesID zu erhalten, fügen Sie folgende Zeilen der Datei NOTES.INI hinzu:

DEBUG_REPL_ALL=2
DEBUG_OUTFILE=C:\debug.txt

Sie finden dann alle relevanten Angaben in der beim Parameter DEBUG_OUTFILE angegebenen Datei.

Notes/Domino Version: 5.x, 6.x